Portrait von André Stämpfli

André Stämpfli

Dipl. Masch.-Ing. ETH | MAS ETH MTEC/BWI | CAS AMP HSG St. Gallen

"Gute Governance entscheidet nicht unter Zeitdruck – sondern vor der Kapitalbindung."

LinkedIn Profil

Einordnung

Diese Seite richtet sich an VR‑Präsidenten und Eigentümer von technologie‑ und automatisierungsgetriebenen Industrieunternehmen mit mehreren Produktionsstandorten, hoher Kapitalbindung und langfristigen Investitionszyklen. Im Fokus stehen Kontexte, in denen Standort‑, Plattform‑ und Automatisierungsentscheidungen operative Risiken über Jahre strukturell fixieren. Weniger geeignet ist diese Seite für Verwaltungsräte, die operative Detailsteuerung erwarten oder Verwaltungsratsgovernance mit Beratung verwechseln.

  • André Stämpfli stärkt Verwaltungsräte: wenn Sicherheits‑, Risiko‑ oder Investitionsentscheidungen operative Risiken strukturell festschreiben und eine unabhängige, disziplinierte Aufsicht verlangen
  • Sein Beitrag im Verwaltungsrat liegt in der expliziten Festlegung von Risikotoleranzen, der transparenten Abwägung von Trade‑offs und der konsequenten Entscheidungsdisziplin vor Kapitalbindung. Die Konsequenzen sind frühere Entscheidungsfähigkeit, klarere Verantwortlichkeiten und weniger irreversibel gebundene Risiken – bei gleicher unternehmerischer Ambition.
  • Typische Auslöser:
    • CAPEX‑ oder Standortentscheidungen: wenn Investitionen Sicherheits‑, Resilienz‑ oder Abhängigkeitsrisiken dauerhaft festgeschrieben und operative Zielerreichung gegen strukturelle Risiken abgewogen werden müssen
    • Safety‑Grenzfälle ohne Ereignis: wenn keine formale Eskalation vorliegt, Indikatoren jedoch auf erhöhte Risiken hindeuten und frühzeitig Governance‑Leitplanken gesetzt werden müssen
    • Zielkonflikte zwischen EBIT, Lieferfähigkeit und Sicherheit: wenn kurzfristige Ergebnisziele implizit langfristige Risiken erzeugen und Trade‑offs explizit entschieden werden müssen
    • Transformation unter laufendem Betrieb: wenn strategische Initiativen operative Stabilität, Sicherheitskultur und Kapitaldisziplin gleichzeitig beanspruchen
  • Passung: industrielle produzierende Unternehmen (150 - 2'500 Mitarbeitende) mit explizitem Governance-Anspruch
  • Selektive Mandatsannahme: offen für ein erstes, vertrauliches Gespräch mit VR‑Präsidenten oder mandatierten Suchfirmen

Governance-Profil

André Stämpfli ist Geschäftsführer der Schweizer Gesellschaft sowie Operations Director Central Europe bei NYSE:JELD. Er trägt die Gesamtverantwortung für über 1’000 Mitarbeitende an sechs Produktionsstandorten in Zentraleuropa in einem hochautomatisierten, sicherheits‑ und kapitalintensiven industriellen Umfeld.

Während seiner beruflichen Laufbahn wurde André Stämpfli wiederholt mit der Stabilisierung, Restrukturierung und strukturellen Weiterentwicklung komplexer Organisationen in Europa und Asien betraut – mit dem klaren Ziel einer nachhaltigen, langfristigen Wertschöpfung für alle Stakeholder.

Parallel zu seiner operativen Tätigkeit hat André Stämpfli Verwaltungsratsfunktionen wahrgenommen. Seine Governance‑Perspektive leitet sich unmittelbar aus seiner langjährigen operativen Gesamtverantwortung für komplexe Industrieorganisationen ab. Diese Erfahrung befähigt ihn, frühzeitig zu erkennen, wo strategische, investive oder sicherheitsrelevante Entscheidungen operative Risiken strukturell über Jahre hinweg festschreiben – lange bevor sie im Tagesgeschäft sichtbar oder wirksam werden.

Im Verwaltungsrat bringt sich André Stämpfli durch unabhängige Aufsicht sowie eine konsequent konstruktiv‑kritische Auseinandersetzung ein. Sein Beitrag liegt insbesondere darin, Entscheidungsgrundlagen zu schärfen, Risiken und Trade‑offs explizit zu machen und Verantwortung klar zuzuordnen. Als aktiver Executive versteht er den Verwaltungsrat nicht als verlängerte operative Hand, sondern als unabhängiges Aufsichts‑ und Entscheidungsorgan. Entsprechend greift er bewusst nicht in das Tagesgeschäft ein und wahrt Distanz – auch dort, wo ihm operative Details aufgrund seiner eigenen Erfahrung vertraut sind. Operative Exzellenz liegt aus seiner Sicht in der Verantwortung der Geschäftsleitung; strukturelle Risiken, Investitionen sowie sicherheitsrelevante Fragestellungen liegen in der Entscheidungsverantwortung des Verwaltungsrats. Diese klare Rollentrennung ist für André Stämpfli eine zentrale Voraussetzung für Vertrauen, hohe Entscheidungsqualität und nachhaltige Governance. Sie schützt sowohl Verwaltungsrat als auch Geschäftsleitung und bildet die Grundlage für belastbare Beziehungen, konstruktive Zusammenarbeit sowie ein frühzeitiges gemeinsames Klären von Sachfragen – bevor Sachfragen zu Beziehungsthemen werden. Gute Governance entscheidet dabei nicht gegen Risiko, sondern darüber, welches Risiko bewusst getragen wird. Sie erhöht die Qualität von Entscheidungen vor Kapitalbindung und behält auch unter Zeitdruck, bei Zielkonflikten oder erhöhter Unsicherheit ihre Gültigkeit.

Verwaltungsratserfahrung

  • 2016–2018: CONICA HOLDINGS LIMITED, Vereinigtes Königreich – Director of the Board; Restrukturierung im Nachfolgekontext und Integration in eine Schweizer Muttergesellschaft

Ein Verwaltungsratsmandat in einer Schweizer Aktiengesellschaft wird selektiv angenommen und bis auf Weiteres bewusst auf maximal ein Mandat begrenzt, um neben einer aktiven Executive‑Rolle ausreichende Verfügbarkeit, gründliche Vorbereitung und eine verlässliche Mitwirkung sicherzustellen. Nach über 15 Jahren operativer Führungsverantwortung in sicherheits‑ und kapitalintensiven industriellen Umfeldern ist der Zeitpunkt bewusst gewählt, um diese Erfahrung auf Verwaltungsratsebene einzubringen. Weniger geeignet sind Mandate mit reinen Advisory‑Rollen ohne formale Governance‑Verantwortung sowie Verwaltungsratsfunktionen mit primärem Fokus auf Marketing‑, Marken‑ oder Finanzdienstleistungsthemen. Ein erstes Gespräch dient der gemeinsamen Klärung, ob Kontext, Erwartungshaltung und Entscheidungsreife zusammenpassen.

Zentrale Stärken

  • Risikoüberwachung sowie Health‑ & Safety‑Governance (inkl. Compliance)
  • Aufsicht über Strategieentwicklung und ‑umsetzung
  • Sicherstellung von EBIT‑, Cashflow‑ und CAPEX‑Disziplin
  • Governance von Transformationen in grossen, komplexen Organisationen (Turnaround & Wachstum)

Seine Arbeit basiert auf einer fundierten akademischen Ausbildung an der ETH Zürich (Dipl. Masch.-Ing. ETH, MAS ETH MTEC/BWI) sowie der Universität St. Gallen (CAS AMP HSG) und verbindet ingenieurwissenschaftliche Stringenz mit fundiertem betriebswirtschaftlichem Know-How und einem klaren Governance‑Verständnis (VR CAS Swiss Board School, Abschluss H2/2026).

Wiederkehrende VR-Entscheidungslogiken

System-Risiken verlangen nach Multi-Site Governance

Governance in industriellen Multi‑Site‑Organisationen: Warum Risiken nicht isoliert am Standort entstehen und welche Verantwortung dem Verwaltungsrat auf Systemebene zukommt.

Evergreen Q3 2025 (derzeit nur in Englisch verfügbar)

VR Aufgabe: System‑Risiken explizit machen, bevor standortbezogene Entscheidungen langfristige Abhängigkeiten festschreiben. Der Verwaltungsrat definiert den Ordnungsrahmen, innerhalb dessen Risiken systemweit bewusst entschieden werden – und nicht lokal, implizit und kumulativ entstehen.

Sicherheit ist nicht verhandelbar

Safety Week 2025 Statement

VR Aufgabe: Sicherheitskultur entsteht nicht durch Programme oder Kampagnen, sondern durch konsistente Entscheidungen auf oberster Ebene. Der Verwaltungsrat setzt den Rahmen, innerhalb dessen Sicherheit nicht verhandelbar ist.

Unbemerkt entstehende Risiken absichern

Gesundheits- und Sicherheitsmanagement in Schweizer Industrie-KMU: Wie sich Verwaltungsräte vor unbemerkt entstehenden Risiken absichern können.

Evergreen Q4 2025 (derzeit nur in Englisch verfügbar)

VR Aufgabe: Risiken, die sich schleichend entwickeln, sind kein operatives Detail, sondern ein Governance‑Thema. Der Verwaltungsrat muss die Risikotoleranz frühzeitig definieren, bevor Ereignisse Entscheide erzwingen und Handlungsspielräume verloren gehen.

Investitionsentscheidungen sind Sicherheitsentscheidungen

Gesundheits- und Sicherheitsmanagement in Schweizer Industrie-KMU: Warum schleichend entstehende Risiken nicht im Tagesgeschäft gelöst werden und weshalb der Verwaltungsrat vorgelagert entscheiden muss.

Evergreen Q1 2026 (derzeit nur in Englisch verfügbar)

VR Aufgabe: Schrittweise entstehende Risiken sind frühzeitig als Governance‑Thema zu adressieren, nicht das Ereignis darf den Entscheid erzwingen. Der Verwaltungsrat definiert im Vorfeld, welche Risiken bewusst toleriert werden – und wo klare Grenzen gelten.

Auszeichnungen aus der operativen Arbeit

JELD-WEN President's Award 2023

JELD-WEN President's Award

Anerkennung für aussergewöhnliches Engagement und herausragende Beiträge zur Leistungsfähigkeit und Kultur von JELD-WEN im Bereich der operativen Exzellenz. Verliehen für den 8 Monate dauernden Interim-Einsatz als Werksleiter für die beiden österreichischen Produktionswerke.

  • Steigerung der OTIF-Lieferquote (On-Time-In-Full) von unter 90% auf 99%
  • Reduzierung der Lieferrückstände von 11 Wochen auf null
  • Steigerung der Produktionsleistung um 30%

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